Manfred WABA
Bühnenbilder |
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Carmen ´98
"Sevilla" im RömersteinbruchBei der Carmen - Aufführung fand gegenüber dem Vorjahr eine enorme Flächensteigerung bei der Bühnendekoration statt. Es entstand eine kleine Stadt im Steinbruch: SEVILLA mit der berühmten "Giralda" samt Kathedrale, dem "Torre del Oro", einer Tabakfabrik, alten Kirchen, einer Taverne, Wohnhäuser im typisch andalusischem Stil und vielen Steintreppen, welche Gassen formten und die Dekoration begehbar machten. Zentrum des Geschehens war ein stimmungsvoller Marktplatz mit einem Ziehbrunnen und ein großes Steinkreuz mit dem Gekreuzigten umgeben von einem Zaun.
Das Orchester saß in einem andalusischen, palastartigen Pavillon (Vorbild: Ausschnitt der Stierkampf-Arena in Sevilla) mit einer zentralen Balkonloge für den Dirigenten. Am linken Rand der fast 100m breiten Bühne befand sich eine große Steinmauer und ein Teil der Stierkampfarena mit einem turmartigen Eingangstor. Im 1.Akt diente es als Stadttor. Auf den Hügeln im Hintergrund befand sich eine alte Windmühle neben der Schafe weideten und eine kleine Bergkapelle mit Friedhof. Höhepunkte des Carmen - Abends war eine hinreißend original-andalusische Flamenco-Tanzgruppe (16 Tänzer- und Tänzerinnen) und ein Stierkampf mit einem "elektrischen" Stier, der so lebensecht wirkte, dass sogar Tierschutzorganisationen aktiv wurden. Beifallsstürme ernteten auch die Stuntmen, welche sich als Schmuggler verkleidet (3.Akt) von einer 35 m hohen, überhängenden Felswand abseilten, als Carmen in der Kutsche im Zweier-Gespann vorfuhr. Pferde, Fackeln, Gaspylonen und Feuerschalen zählten bereits zu fixen Bestandteilen jeder Steinbruchproduktion, so auch bei Carmen.
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Stand: 12. Juni 2007 |