Manfred WABA
Bühnenbilder |
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Nabucco 2000
"BABYLON" im Steinbruch Nabucco (2000) war bis jetzt die monumentalste und teuerste Opernproduktion im Steinbruch.
Blickfang und zentraler Ort des Geschehens der Nabucco - Aufführung war ein 15 m hoher Zikkurat-Turm, der bis zur Spitze voll begeh- und bespielbar war. Im 1.Akt ("Tempel des Salomon") wurden mit einer Mechanik die obersten zwei Ebenen versenkt/eingefahren und im unteren Teil Tücher mit jüdischen Schriftzeichen montiert. Links und rechts der großen Tempeltreppe standen 2 mächtige Kandelaber (3m hoch), die von einem Priester entzündet wurden. Im 3.Akt teilt sich (Mechanik) die Tempeltreppe und es entsteht das Gefängnis des Nabucco. Auch der Chor der Gefangenen betritt durch dieses Gefängnis die Bühne. Am gesamten Zikkurat befanden sich 8 riesige Feuerschalen (Gaspylonen), 25 Nebelmaschinen, Lichteffekte und jede Menge sonstiger Pyrotechnischer Effekte, die im Finale für den Höhepunkt sorgten. Ein riesiger Feuerball (auf Drahtseil) rast auf die Statue des Gottes Baal, die in 15m Höhe (Mechanik) über dem Zikkurat steht und bricht diese entzwei. Gleichzeitig entzünden sich 60 bengalische Feuer (gepaart mit Rauch-Blitz-Explosionen) und der Tempel brennt ab. Ein Priester stürzt brennend 6 m in die Tiefe. Das Orchester saß in einem persischen Palast, der dem ehemaligem Königspalast in Persepolis nachempfunden hat. Auch hier wurden im 1.Akt Tücher mit jüdischen Schriftzeichen montiert. Zur Linken des Zikkurats befand sich der prächtige Thronbereich, in dessen Zentrum ein großer goldener Thron stand. Daneben befand sich ein nicht minder beeindruckender 3 m hoher "Geflügelter Stier". Am linken Bühnenrand stand das berühmte "Ishtar-Tor", ein 4-türmiges Doppeltor (bis zu 10 m hoch), auf dessen Zinnen ebenfalls große Feuer loderten. Im 1.Akt waren auch hier Tücher mit jüdischen Schriftzeichen montiert. Auf den Hügeln im hinteren Bühnenbereich befanden sich die "Hängenden Gärten der "Semiramis", eines der 7 Weltwunder. Laut Hr.Marcel Prawy wurden zum 1.Mal in der Operngeschichte (für Nabucco) die Hängenden Gärten gebaut. Hr. Prawy und das Publikum waren begeistert. Besonders imposant und beeindruckend war die 130 m lange und 6 m hohe Stadtmauer mit ihren 23, je 8m hohen, Wachtürmen. Auf jeden der Türme konnte per Funk ein Feuerschale entzündet werden. Ein weiteres Highlight der Show war der Stunt bei der Erstürmung des Tempels des Salomon im 1.Akt. 20 Stuntmen mit Fackeln rutschten halsbrecherisch von einem 30m hohen Felsen in die Tiefe. Helle Begeisterung löste der von 2 Pferden gezogene Streitwagen aus, mit dem Nabucco, begleitet von 12 babylonischen Reitern, in den Salomon-Tempel stürmte. Unumstrittener Höhepunkt des Abends, wie eigentlich bei jeder Nabucco - Aufführung, war der Chor der Gefangenen, der hinter Dutzenden von Gitterstäben aus Laserstrahlen, die sich in die Endlosigkeit des Himmels verloren, die weltberühmte Hymne anstimmte. Eine große Bereicherung waren die prächtigen, aufwendig verarbeiteten Nabucco - Kostüme (450 Stk - für knapp 300 Akteure) von einem der größten Ausstatter und berühmtesten Kostümwerkstätten der Welt: Die Fa. CTC des Hr. Fiori in Mailand, die auch der Generalausstatter der "Arena di Verona" ist. Insgesamt waren etwa 100.000 Besucher von den Nabucco - Vorstellungen begeistert.
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2003 |
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Stand: 15. November 2006 |
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