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Manfred Waba
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Gedanken zur Oper
Die Zauberflöte - Ein Märchen über die
Liebe
„EIN LIEBESMÄRCHEN“
„ Die Liebe ist das Herz des Ganzen“
Dieser Satz des russischen Poeten Wladimir Majakovsky könnte auch Mozarts
„Zauberflöte“ als Motto vorangestellt sein. Denn obwohl es in der Oper auch
um Macht, Läuterung und schöne Hoffnungen geht, steht doch die Liebe im
Zentrum.
In der Zauberflöte wird ein zentrales Thema der menschlichen Existenz
angesprochen: die Liebe.
Die Zauberflöte ist ein wunderbares Liebesmärchen, das von der Liebe in all
ihren Arten und Formen erzählt.
Liebe begegnet uns darin in vielfältiger Form: als mütterliche und
väterliche Liebe, als zärtlich-fürsorgliche, besitzergreifende,
leidenschaftliche, symbiotische, partnerschaftliche und – nicht zuletzt- als
heilig-idealisierte.
(Finale:„ Die Dunkelheit ist besiegt, die Macht der Sonne und des Lichts
erhebt sich mächtig und glänzend!“)
Die Gesamtheit aller möglichen Aspekte von Liebe erscheint in der
„Zauberflöte“ als Spiel mit verteilten Rollen, oder genauer: sie tritt im
Kleid verschiedener Gestalten der Mythologie und Märchenwelt auf.
Die Liebe ist es, die alle „menschlichen“ Personen in der Zauberflöte zum
Handeln motviert:
Alle – Tamino, Pamina, Papageno und Papagena scheinen füreinander bestimmt:
alle sind sie auf den ersten Blick ineinander verliebt. Sie scheinen sich
schon längst gekannt zu haben,
bevor sie sich begegnen.
Liebe und Menschlichkeit sind die Botschaften der Zauberflöte.
In einer überreizten Welt der Maßlosigkeit und des grenzenlosen Konsums, wo
Gefühle und jedes „Selbstlossein“ immer weniger Platz finden, scheint es mir
als die höchste Aufgabe der Erwachsenen unseren Kinder Moral, Ethik sowie
menschliche Grundwerte und Tugenden (wie Nächstenliebe, Barmherzigkeit,
Freundschaft, Treue, Aufrichtigkeit…..)zu vermitteln.
Die Zauberflöte ist dafür ein ideales Stück!
Manfred Waba
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