Manfred WABA
Bühnenbilder |
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Zauberflöte ´99
"Das Zauberreich" im Römersteinbruch"Die Zauberflöte im Jahr 1999 war ein Quantensprung bei der Produktionsgröße und beim technischen Aufwand. Gerade ein märchenhafte Story wie diese verlangt nach phantasievollen Darstellungen und "Special-Effects".
Absoluter Mittelpunkt des Geschehens auf der Zauberflöte - Bühne war der 15 m hohe und 10 Tonnen schwere "Zauberberg" (Vorbild: Turm zu Babel und die Felsengräber in Myra-Türkei), der hydraulisch geöffnet werden konnte und so den Blick auf den Palast des Sarastro (Vorbild: Schatzhaus in Petra-Jordanien) freigab. Beim großen Auftritt der Königin der Nacht verwandelte sich der Zauberberg in ein Sternenmeer, über welches die Königin in 16 m Höhe auf einen Sichelmond schwebte. Am rechten Bühnenrand war das Reich des Papageno: Ein 13 m hoher, mit Bäumen, Sträuchern und Pflanzen verwachsener Vogelkäfig, in dessen Gewölbe die Strohhütte (in ca. 9m Höhe) des Papageno stand. Die Hütte war nur über Leitern und Seile zu erreichen, was große Anforderungen an die Schauspieler stellte. Im linken Hauptbühnenbereich befand sich der "Zauberbrunnen", der sich ebenfalls hydraulisch öffnen und schließen ließ. Er war voll mit pyrotechnischen und mechanischen Anlagen. Der Brunnen war mit Wasser voll gefüllt und im Brunnboden waren ca. 100 Düsen für diverse Wasserspiele eingebaut. Bei der Feuer- und Wasserprobe marschierten Tamino und Pamina einerseits durch eine Rauch- und Feuerwand andererseits durch ein Wasser-Inferno. Aus dem Löwenmaul im Zentrum des Brunnens konnte man zudem auf Wunsch Wasser sprudeln lassen. Am äußersten linken Bühnenrand standen noch 2 (7-9m hohe) bizarre Steingebilde (Anlehnung an Kappadokien in der Türkei). Im Hintergrund auf den Hügeln nahe der Felswand stand bedrohlich der 20 m hohe Vulkan, der am Ende der Zauberflöte - Vorstellung durch einen Kometeneinschlag zum Ausbruch kommt und dessen Lavamassen die Königin der Nacht verschlingen. Ein weiteres Highlight war das Finale, in dem Sarastro "Die Strahlen der Sonne ...." anstimmte, als aus dem Nichts ein (20 m breiter und 10 m hoher) farbenprächtiger Regenbogen (Laserprojektion auf einen Wasserfächer) über dem Palast erschien. Nicht minder spektakulär waren die sensationellen "Bungee-Jumping"-Stunts. 8 Bungee-Jumper stürzten beim Erscheinen der wilden Tiere (Arie des Tamino) halsbrecherisch von 30 m hohen Steilwänden in die Tiefe und machten "Männchen". Erschrocken schrie das Publikum auf, als ein Stunt-Double bei Paminas´ Fluchtszene 7 m unerwartet in die Tiefsprang. Großen Anklang fand auch die 2-köpfige (8m hohe) und feuerspeiende Drachenschlange, die zu Beginn der Oper Tamino attackierte. Drei mächtige (6m hohe) Feuersäulen, die Papageno den Weg versperrten, als er aus dem unterirdischen Prüfungsbereich fliehen wollte, beeindruckten die Zuseher. 50.000 begeisterte Zuseher sahen eine phantasievolle und märchenhafte Zauberflöte.
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Stand: 18. November 2006 |